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Fachbegriffe S

Saint-Gobain

Als Glasmanufaktur 1692 im Schloß von Saint-Gobain gegründet, entstand daraus die "Société Anonyme des Manufactures des Glaces et Produits Chimiques de Saint-Gobain, Chauny & Cirey". Die Compagnie de Saint-Gobain mit Sitz in Paris ist heute in 17 Ländern tätig. Zur deutschen Gruppe von Saint-Gobain gehört die Vegla Vereinigte Glaswerke GmbH, Aachen.

Sanco

Verbund mittelständiger Isolierglashersteller.

Sanco Plus Neutral

Wärmedämm-Isolierglas der Fa. Sanco.

Sanco Sun

Sonnenschutz-Isolierglas der Fa. Sanco.

Sanco Sate

Sicherheits-Isolierglas der Fa. Sanco.

Sauger

sind Transport- und Montagehilfen für Glasscheiben, die aus einem Gummiteller bestehen, der auf die Glasscheibe gesetzt wird und mit Hilfe eines Vacuums fest an der Scheibe haftet.

Säurepolitur

Die Gläser werden in Körbe gesetzt und zunächst in ein Gemisch von heißem Wasser, Flußsäure und Schwefelsäure getaucht. Anschließend in klarem Wasser gespült. Der Vorgang dauert ca. 30 Sek. und wird öfters wiederholt.

Schalldämmaß Rw

Gemäß DIN 4109 ist das die kennzeichende Wirkung beim Schallwellen entgegengesetzt.

Schallschutzglas

In der Regel ein Mehrscheiben –Isolierglas, bestehend aus zwei oder mehreren Glasscheiben sinnvoll abgestimmter Dicken und Zwischenräume, welche mit Luft- oder Spezialgasgemischen gefüllt sind. Es kann auch unter Verwendung von Verbundglas mit organischer Zwischenschicht gefertigt werden. Je nach Ausführung können die Anforderungen bis zu einer Schalldämmung von 51 dB realisiert werden.

Schauglas

Kreisrundes oder länglich geformtes Fenster aus Borosilicatglas oder Natron-Kalkglas. Es wird zumeist thermisch vorgespannt und ist somit für hohe Druck- und Temperaturbelastungen geeignet. Es dient zur Beobachtung von z. B. Kesseln und Reaktionsgefäßen.

Scheibenzwischenraum SZR

ist der Raum zwischen den Scheiben einer Isolierglas-Einheit, der nach außen hin ein hermetisch abgeschlossenes Volumen bildet.

Schlagfestigkeit

Eine Eigenschaft von Sicherheitsglas, die geprüft wird nach der DIN 52337 Pendelschlagversuch.

Schleifen von Glas

Für das Schleifen von Glas sind meistens zwei bis drei Arbeitsgänge erforderlich. a) das sog. Reißen mit Eisenrad und Schleifmittel, b) feinere Schliffe.

Schlieren im Glas

sind fadenförmige, streifige Stellen im Glas, die auf das Gemenge oder die Ofensteine zurückzuführen sind. Bei der Verarbeitung können Schlieren auch an der Glasoberfläche entstehen.

Schmelzfarbe

Leicht schmelzendes Farbglas in pulverisierter Form, das z. B. in Terpentin aufgelöst und bei 550° - 650° C eingebrannt wird.

Schmelzfehler

die beim fertigen Produkt sichtbar werden, sind z. B. Schlieren, steiniges Glas, blasiges Glas und Mißfärbungen.

Schmelzprozeß

gliedert sich in verschiedene Phasen, die nach wie vor genauestens überwacht werden wollen: a) Rauhschmelze, b) Läuterung, c) Abstehen.

Schmelztemperatur

Die Rauhschmelze, d. h. das langsame Flüssigwerden der Rohstoffe, geschieht bei 1000° - 1200° C erreicht.

Bei der Läuterung werden Temperaturen von ca. 1400° - 1600° C erreichen.

Schmelzwanne

unterscheiden sich in Tages- und Dauerwannen. Die Tageswanne ist für kleinere Mengen bis 10 Tonnen/Tag gedacht, die Dauerwanne für 100 bis 750 Tonnen/Tag.

Schrägverglasung

Bei der Verwendung von Schrägverglasung im Bau sind die Vorschriften der Landesbauordnungen zu beachten.

Danach sind Verglasungen über Kopf so auszubilden, daß das verwendete Glas Sicherheit bietet sowohl gegen ein herabfallende Gegenstände als auch gegen Herabfallen selbst, d. h. es muß splitterbindend sein und in seinen Verankerungen festgehalten werden.

Schutzbrille

Teil der persönlichen Ausrüstung zum Schutz der Augen gegen Gefährdungen, sie bestehen aus dem Tragkörper und den Sichtscheiben.

Schwarzlot

Glasschmelzfarbe, und zwar ein Bleiglas mit Eisen- und Kupferzusätzen, welche der mittelalterlichen Glasmalerei benutzt wurde.

Schweißerschutzglas

Sehr dunkel gefärbtes Augenschutzglas zum Schutz der Augen bei Schweiß- und Schneiderarbeiten, z. B. Aulektro der Firma Vegla GmbH.

Securiflam

Klardurchsichtiges Brandschutzglas für Konstuktionen der Feuerwiderstandsklasse G, Produkt der Vegla GmbH.

Sedo-Ganzglas-Isolierglas

Gewächshausglas der Flachglas AG.

Seidenmattierung

Feinätzung, die bei spiegelnden Gläsern angewandt wird, um die spiegelnde Reflexion in eine diffuse übergehen zu lassen.

Sekurit

Vorgespanntes Einscheiben-Sicherheitsglas aus Planilux, Parsol oder Gußglas, Produkte der Firma Vegla GmbH.

Sekurit Portal

Ganzglas Türen- und Trennwandsysteme aus Sekurit, Produkt der Vegla GmbH.

Selektivitätskennzahl S

kennzeichnet das Verhältnis zwischen Lichtdurchlässigkeit zum Gesamtenergiedurchlaßgrad.

Selenrubinglas

Intensiv rot gefärbtes Anlaufglas.

Shed-Verglasung

s. Schrägverglasung

Shore A-Härte

Bestimmt die Härte der Glasoberfläche nach dem Erfinder dieses Definitionsverfahrens.

Sicherheitsglas

Flachglas, vornehmlich aus Spiegelglas, plan oder gebogen, farblos aber auch getönt, welches je nach Art und Aufbau einen weiten Anwendungsbereich hat, wie z. B. Minderung der Verletzungsgefahr bei Bruch, Absturzsicherung, Schutz vor Angriffen. Nach dem Aufbau und der Sicherheitswirkung werden Einscheiben –Sicherheitsglas, Verbundglas, Verbund-Sicherheitsglas und bedingt Drahtglas unterschieden.

Sigla

Verbund-Sicherheitsglas der Flachglas AG.

Signalglas

Farbglas oder auch farbloses Glas, welches den Empfehlungen der CIE bzw. den nationalen Normen hinsichtlich Farbton und Transmissionsgrad entspricht und vor allem der Verkehrsregelung und Navigation dient.

Silberbeschichtung

Beschichtung von klarem Glas zu Kristallspiegeln.

Silikon

Wird in Verbindung mit Glas als Dicht- und Klebstoff verwendet.

Soda

Natriumkarbonat. Wichtiger Rohstoff, der mit 16% Anteil am Rohstoffgemenge als Flußmittel dient. Die Soda (lat. Salsus, salsola" Aschensalz") ist ein weißes, leicht wasserlösliches Salz. In der Natur kommt sie als mineralische Soda (Natrit) in Ägypten, Armenien, China, Ostafrika, Ungarn sowie in Nord- und Süd- Amerika vor. Heute deckt Natrit nur noch etwa 10 % des Sodaverbrauchs. Bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts diente vor allem Pottasche als Flußmittel. Die industrielle Herstellung von Soda, erst nach dem Leblanc- und später nach dem Solvay- Verfahren, leitete die Entwicklung der chemischen Industrie ein, verbilligte die Glaserzeugung und ermöglichte die Entwicklung der Glasmanufaktoren zur Glasindustrie.

Solarkollektor

Gerät zur Umsetzung der Sonneneinstrahlung in Wärme oder Energie (Photovoltaik). Der erste mit Glas abgedeckte Solarkollektor wurde 1774 von H. B. de Saussure entwickelt. Er erreichte in einem dreifach verglasten, isolierten Kasten durch Sonneneinstrahlung binnen 1 Stunde eine Temperatur von 87,5 °C.

Solarlux

Sonnenschutz- Isolierglas der Fa. Isolar.

Sonnenkollektorenglas

Schützt den Absorber, ohne die Sonneneinstrahlung zu beinträchtigen. Die Energietransmission von 90-90 % gegenüber 84-86 % bei Normalglas fördert die Leistung des Kollektors. Z. B. Albarino, Produkt der Vegla GmbH.

Sonnenschutz - Isolierglas

Mehrscheiben- Isolierglas, welches mindestens eine Glasscheibe mit Sonnenschutzeigenschaften enthält. Die Sonnenschutzeigenschaft wird entweder mit Hilfe eines farbig- absorbierenden Glases mit erhöhter Wärmestrahlen- und Lichtabsorption, das stets als Außenscheibe des Isolierglases eingesetzt ist, oder mittels eines durch eine Beschichtung reflektirenden Glases erreicht. Die beschichtete Oberfläche befindet sich in der Regel auf der Außenschiebe zum Scheibenzwischenraum hin.

Sonnenschutzglas

Flachglas oder eine Flachglaskombination, die aufgrund ihrerAbsorptions- und Reflexionseigenschaften Schutz gegen Sonneneinstrahlung bietet. Es bildet eine Gruppe von Gläsern mit Transmissionen im sichtbaren Bereich des Spektrums zwischen 80 bis 3,2 % (für 4 mm Glasdicke) z.B. die Oxide des Fe, Co, Ni und Se enthaltend. Auch in den augenschädlichen UV- und IR- Bereichen des Spektrums sind die Transmissionswerte niedrig.

Spannungen im Glas

Sind bei normalem Floatglas unerwünscht, entstehen aber z.B. durch Vorspannen von Glas bewußt, dann entsteht in der Oberflächenschicht eine Druckvorspannung und im Inneren eine Zugvorspannung.

Spiegel

Die Geschichte des Spiegels reicht weit zurück. Um 8000 v Chr. Gab es in Mesopotamien polierte Bronzespiegel, um 300 n. Chr. Wurden im römischen Imperium Spiegel aus metallhinterlegtem Glas verwendet. Im 13.Jahrhundert wurden die ersten Glasspiegel in Murano erfunden, ab dem 16. Jahrhundert fertigten die Glasmacher in Murano Amalgam-Spiegel und schließlich wurde 1938 in den USA ein Spritzverfahren zur Spiegelbelegung entwickelt. Nach dieser Erfindung war es möglich, Spiegel vollautomatisch in einem Belegeband zu fertigen. Heute werden hergestellt: Kristallspiegel = Spiegel aus silberbeschichtetem Spiegelglas nach DIN 1238, farbige Spiegel = Spiegel aus durchgefärbtem Glas, Antikspiegel = durch künstliche Alterungsprozesse der Silberauflage täuscht er verschiedenartige Stadien der Alterung vor, halbdurchsichtig belegte Gläser = Spionspiegel, Sicherheitsspiegel = belegte ESG und VSG Gläser.

Spiegelglas

Flachglas (Floatglas), ein Alkali- Kalkglas, plan und durchsichtig. Es erhält nach dem Guß entweder durch Fließen auf einem Metallbad oder durch Walzen und zusätzliche mechanische Bearbeitung seine planparallelen und polierten Oberflächen. Spiegelglas ist überwiegend farblos, kann aber auch getönt hergestellt werden. Durch Einarbeiten einer Drahtnetzeinlage entsteht Drahtspiegelglas.

Spiegelrohglas

Ist ein mit Glattwalzen geformtes Gußglas mit nur sehr schwach gemusterten Oberflächen. Es besitzt eine hohe Lichtdurchlässigkeit, jedoch keine verzerrungsfreie Durchsicht und diente früher der Weiterverarbeitung durch Schleifen und Polieren zu Spiegelglas.

Spionspiegel

Diese Spiegel werden nur mit einer Belagdichte von etwa 50 % beschichtet. Die Silberschicht wird statt mit Kuper- und Farblackabdeckung mit glasklarem Transparentlack überzogen und möglichst durch eine dünne darüberliegende Glasscheibe geschützt. Man kann durch solche Transparentspigel aus einem dunkleren Raum ungesehen einen helleren Raum beobachten. Im helleren Raum wirkt der Spionspiegel wie ein üblicher, undurchsichtiger Spiegel. Bei Umkehrung der Lichtverhältnisse ändert sich auch die Durchsichtigkeit.

Splitterabgang

Man unterscheidet bei durchschußhemmender Verglasung nach DIN 52290, Teil 2 Verglasungen, die nach dem Beschluß splitterfrei sind bzw.einen Splitterabgang haben.

Splitterbindung

Eine splitterbindende Eigenschaft hat Verbund- Sicherheitsglas infolge seiner PVB- Folie und Drahtglas durch die Drahteinlage.

Splitterfrei

Man unterscheidet bei durchschußhemmender Verglasung nach DIN 52290 Teil 2 Verglasungen, die nach dem Beschluß splitterfrei sind bzw. einen Splitterabgang haben.

Sprengwirkungshemmende Verglasung

Eine angriffshemmende Verglasung ist sprengwirkungshemmend, wenn sie einem bestimmten Stoßwellendruck Widerstand entgegengesetzt.

Sprossen

Aufgesetzte oder eingelegte Elemente beider Isolierglas- Herstellung, um dem Fenster einen gewünschten nostalgischen Effekt zu geben.

Strahlenschutzgla

Schädliche Strahlung absorbierendes Glas.

Strahlungsgewinnfaktor

Wird benötigt zur Errechnung des äquivalenten k-Wertes (k eq) Energiebilanz aus Wärmeverlust und Strahlungszugewinn.

Stralio

Drahtarmiertes Sonnenschutz- Gußglas, einseitig metalloxidbeschichtet, der Vegla GmbH.

Structural Glazing

Kleben von Glasplatten mit Silikon auf Tragkonstruktionen zum Bau von Glasfassaden ohne äußere Sprossen. Das Verfahren ist seit etwa 1965 in den USA eingeführt. Heute wird das Glas werkseitig auf Rahmen geklebt, die am Bau in eine Pfosten-Riegel- Konstruktion eingesetzt werden. In Deutschland und Österreich ist Structural Glazing bei Fassaden nur mit einer mechanischen Absturz- Sicherung der Glasscheiben zulässig. Nicht allgemein bautechnisch zugelassene Systeme bedürfen in Deutschland und Österreich der Zulassung im Einzelfall.

Stufenisolierglas

Isolierglas, bestehend aus einer Isolierglas- Einheit, bei der die äußere Scheibe einen Scheibenüberstand aufweist. Dieses Glas wird für die Schräg- und Sheddachverglasung eingesetzt.

Sunfix

Glassteinprogramm der Vegla GmbH.

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